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Gestern, 16:54

Niesky gg. Copitz 0 : 2 (0:1). Kein dolles Spiel.
"Der natürliche Grundzustand des Fußballfans ist bittere Enttäuschung - egal, wie es steht!"
Nick Hornby

Standuhr

Goalgetter

Beiträge: 829

Verein: BSG STAHL RIESA

Wohnort: Riesa

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Heute, 07:25

Auswärtssieg des Willens

Großenhainer FV - BSG STAHL RIESA 2:3 (1:1)

1:0 Sylvio Schwitzky (16.)
1:1 Andre Köhler (40.)
1:2 Jerome Wolf (52.)
2:2 Eric Bachmann (76.)
2:3 Paul Kiontke (86.)

Nach 4 Jahren endlich mal wieder ein Derby gg. Großenhain und das lockte 749 zahlende Zuschauer in die Jahnkampfbahn. Da halb Großenhain eine Baustelle ist, wurde dennoch alles hervorragend von den Gastgebern organisiert und auch vorher informiert, so dass die Anfahrt mit dem Lada Niva des Aufsichtratsvorsitzenden fast perfekt klappte.
Normalerweise hätte ich das Spiel, dank Bereitschaft, verpasst, doch ein freundlicher,netter Kollege sprang für mich ein und trotz der miesen Vorzeichen, hab ich den Besuch nicht bereut.
Großenhain seit einem Jahr ungeschlagen, erstes Spiel auswärts gewonnen, eingespieltes Team, 2 Verstärkungen und das 1. Landesligaheimspiel. Stahl dagegen na ja!'. Da hatte ich schon mal schwere Bedenken, dass das schiefgeht und wir mit 0 Punkten nach 2 Spielen dastehen. Weiters böses Omen war die Schiedsrichteransetzung, die mit Christine Weigelt, böse Erinnerungen an das Spiel in Glauchau vorletzte Saison hervorrief. Da stellte sie nach diskutabler Leistung, in der Nachspielzeit noch Hesse und Balatka vom Platz, so dass wir noch verloren und seit dem jedes Spiel in Glauchau spät verlieren.
Lange nicht mehr so viele Stahlfans auswärts gesehen und sie sollten ihr kommen nicht bereuen, denn es wurde ein spannendes Spiel, zumindest in der 2. Halbzeit.
Beide Mannschaften ohne Personalsorgen, Stahl sogar wieder mit Co Trainer Enno Rühle auf der Bank und trotzdem begann das Spiel eher vorsichtig und verhalten. Stahl hatte den ersten Lichtblick als man Andre Köhler per Heber rechts an den Strafraum schickte, seine Flanke aber niemanden in der Mitte fand, da keiner da war. Großenhain mit einem Freistoß in der 7. und Hannes Runge, 10., der sich durchtankt, jedoch genau auf Roßmüller im Tor zielt, waren das einzig erwähnenswerte der Anfangsviertelstunde. Danach gab's Ecke oder sowas und der Ball der Großenhainer wird zu lang, jedoch erkämpft und erneut hereingeflankt. Dort springen 2 Stahlverteidiger hoch, prallen zusammen und der dahinterstehende Sylvio Schwitzky hat keine Mühe den Führungstreffer zu erzielen. Leider trug dabei David Wukasch eine größere Kopfplatzwunde davon und musste durch Tom Dornick ersetzt werden, den Stahl erst in dieser Woche von der DD A Jugend verpflichtet hat.
Damit hatten die Gastgeber erst mal die Führung, vergaßen aber weiter Drück zu machen und so kam's nicht schlimmer für Stahl. Das eigene Spiel war nicht besonders einfallsreich und sehr rechtslastig, wo immer wieder Michael Gallwitz den Ball bekam und meist keinen wirklichen Amspielpsrtner fand. Sagen wir mal so, wer den Ball hatte, war die ärmste Sau und nach vorn wurde jeder 2. Ball verloren. Es gab noch ein oder 2 harmlose Schüsse beiderseits und so dauerte es bis zur 40. ehe der Ausgleich viel. Hatten wir selbst letzte Woche noch eine Ecke durch den Strafraum segeln lassen, waren wir diesmal Nutznießer und Andre Köhler köpfte zum Ausgleich ein. Die Gastgeber wachten dann auch wieder auf und Moritz Meißner schoß noch gefährlich aufs Hesse Gehäuse. Dann pfiff die Schiedsrichterin zur Halbzeit. Apropos Christine Weigelt. Nach einem eher harmlosen Foul im Mittelfeld bekam Andre Köhler völlig überraschend :gelbekarte: und 2 Minuten später sah Norman Gründler nach eher üblichem Hochspringen mit Behinderung von Roßmüller auch noch :gelbekarte: und damit hatte sie es sich bei den meisten Gästefans wieder verschissen. Natürlich wurde fortan jeder Pfiff gg. Stahl heftigst kritisiert und es fielen auch nicht druckreife Worte, teils :pinch: sogar von weiblichen Stahlfans :rofl: Insgesamt war es eine durchwachsene Leistung von ihr, aber nicht spielentscheidend.
Nach der Halbzeit kam eine andere Stahlmannschaft auf den Platz. Michael Gallwitz musste auch verletzt ausgewechselt werden und wurde durch Robert Biedermann ersetzt. Man sah deutlich, dass die Mannschaft jetzt wollte und es begann mit einem Leo Schreiber Schuss und in der 52. gab's einen Konter, über rechts, durch Hannes Runge dessen Passversuch nach innen mißlingt völlig und der Grossenhainer Verteidiger hat den Ball schon. Den will er dann zu Roßmüller zurückspielen, doch dazwischen stand noch der alte Mann im Sturm und Jerome verwandelt sicher. Damit war der Bann endgültig gebrochen und es ging noch mal ein Ruck durch die Mannschaft. Großenhain machte allerdings nun auch mehr Druck und kam zu Chancen. In der 56./58. scheiterte Clemens Krüger jeweils mit Kopfbällen an Hesse und auch sonst hätte die Stahlabwehr alle Hände voll zu tun. Jetzt glänzte vor allem Andre Köhler mit seinem unbändigen Willen, auch wenns nach vorn an der Genauigkeit haperte. In der 66. setzte Jerome noch einen direkten Freistoß von halb links knapp drüber, doch in der 76. gab's halt doch wieder die kalte Dusche. Thomas Löffler, ex Riesaer, tankt sich auf halbrechts durch und seine Flanke wird zurückgelegt auf Eric Bachmann, dessen Schuss von Hesse nicht mehr abgewehrt werden kann. Damit wären wir jetzt auch zufrieden gewesen, aber nicht die Mannschaft. In der 86. wird nach einem Grossenhainer Angriff, glaub ich jedenfalls, hab irgendwie nicht richtig aufgepasst, Hannes Runge in die verwaiste Grossenhainer Hälfte geschickt. Es gibt ein Laufduell mit Thomas Löffler, in dem er sich durchsetzt und den Ball quer zu Paul Kiontke legt, der unter dem Jubel der Stahlfans, sicher verwandelt. Die Gastgeber versuchten es natürlich nun noch mal, doch die Abwehr hielt dicht und überstand die 3 minütige Nachspielzeit schadlos.
Danach war der Jubel bei Mannschaft und Fans groß und man sah wesentlich entspanntere Gesichter bei allen.

Fazit: Ein ganz wichtiger Sieg! Angesichts der anderen Resultate scheint es eine sehr ausgeglichene Saison zu werden, in der man sich keine längeren Schwächephasen erlauben darf, um nicht gleich unten reinzurutschen.
Es ist noch lange nicht alles in Ordnung im Stahlspiel, es fehlt weiterhin an der Kreativität im Spiel nach vorne, aber mit der etwas offensiverer Ausrichtung gestern und der gezeigten kämpferischen Einstellung, hervorzuheben Köhler und Runge, ist man in der Lage Chancen zu haben und wenn dann wie gestern der Gegner mithilft, springen Siege raus.
Vom GFV bin ich etwas enttäuscht, denn für eine eingespielte erfahrene Mannschaft war das eigentlich zu wenig. Vor allem nach der frühen Führung spielten sie viel zu abwartend und gerade die ganz erfahrenen Bachmann und vor allem Schwitzky waren kaum zu sehen, soll uns aber recht sein.
Nächste Woche kommt das punktlose Zwenkau in die Feralpi Arena und da muss ohne wenn und aber ein Sieg her, denn dann geht's nach dem Pokalspiel in Niesky, nach Grimma und da hängen die Trauben hoch!
Eisern Riesa!

23

Heute, 12:56

standuhr und ich - die Spielberichte immer schön im Wechsel! Und wenn die alten "Landesligahasen" aus Riesa und Copitz bei den "Emporkömmlingen" aus Großenhain und Niesky jeweils drei Punkte einfahren, macht das sogar Spaß. Wobei sich das mit den alten Hasen und Emporkömmlingen auf die Zugehörigkeit der Vereine zur Landesliga bezieht, nicht auf die aktuellen Kader. Und ich bin auch froh über jeden "Emporkömmling" aus dem Bezirk Dresden, denn durch Aufstiege (BIW, KM), Rückzüge (GR, HDN) oder zweifelhafte Wechsel nach Leipzig (SV See) werden die "Auswärtsspiele um die Ecke" immer knapper - mal ganz davon abgesehen, dass es die Landeshauptstadt schon seit Jahren nicht schafft, einen Verein dauerhaft in der Landesliga zu halten.

Durch die Verletzung von Ronny Kreher aus dem HE-Spiel hätte der VfL gestern an jedem "Jugend forscht"-Wettbewerb teilnehmen können. Dabei schlugen sich die jungen Spieler so gut, dass sie am Ende mit drei Punkten belohnt wurden:

Eintracht Niesky - VfL Pirna-Copitz 0 : 2 (0:1).

0:1/23. Kärger. Flori bekommt nach einem fast abgewehrten Angriff noch mal den Ball in der rechten Strafraumhälfte, bewegt sich (umgeben von mehreren Gegenspielern) mit Ball am Fuß konsequent Richtung Tor und am Ende ist der Ball irgendwie über der Linie. Das Netz zappelte nicht, aber der SRA lief sofort zur Mitte und es gab auch keine Proteste. Genauer kann ich das Tor aus ca. 80 Metern Entfernung leider nicht beschreiben.
0:2/91. Schmidt. Konter über Kärger und Henschel. Es war genaugenommen der einzige ordentliche Angriff des VfL in der zweiten Halbzeit. Ein einheimischer Zuschauer auf der anderen Seite monierte lautstark und minutenlang ein Handspiel in der Entstehungsphase. Kann ich weder bestätigen noch dementieren.

Etwa 120 Zuschauer, darunter ca. 15 Gäste

Der junge Schiri Näther war leider etwas überfordert. Konnte nie so richtig zwischen "Ball gespielt" und Foul unterscheiden. Wirkte dann immer verunsicherter, pfiff auf Zuruf und warf gegen Ende mit Karten um sich. Die Partie war anfangs nicht unfair, wurde aber immer nickliger. Bei der Beurteilung des Schiris waren sich beide Seiten einig, und dabei lasse ich es jetzt. Vielleicht sollten sich alle (Spieler, Trainer, Zuschauer) auch mal etwas zurückhalten: wir machen den Job ja nicht, und wenn der Schiri nicht da wäre, müssten wir alle nach Hause gehen...

Vor dem Spiel zeigte mein smartphone seltsame Zwischenresultate aus Dresden an. Ich wusste jedenfalls schon vor dem Anpfiff, dass ich mich fürs richtige Spiel entschieden hatte! Mein Beileid an denjenigen, der gestern meine schwarzgelbe Jahreskarte benutzt hat. Er wird sie mir ganz sicher zurückgeben...

Zum Spiel selbst braucht man nicht so viel zu schreiben, es riss sicher niemanden vom Hocker. Niesky bestätigte schon in den ersten beiden Spielen dieser Saison die Heim-/Auswärtsproblematik der letzten Saison. Ein einheimischer Zuschauer sagte mir nach dem Spiel, die können zuhause auf dem relativ großen Platz nicht das Spiel machen und kommen deshalb auswärts besser zurecht. Na mal sehen, wie es im Februar aussieht, möglicherweise auf dem Copitzer Kunstrasen. Bisher ist die Bilanz gegen Niesky makellos: 2:0, 4:2 und nun wieder 2:0!
In der ersten Halbzeit hatte Copitz Ball und Gegner weitgehend im Griff, ohne sich Torchancen in Serie rauszuspielen. Die Halbzeitführung verdient.
Nach dem Wechsel wurde Niesky kämpferisch stärker, während Copitz das Fußballspielen nahezu vollständig einstellte (sehr zum Unwillen der Trainerbank schräg vor mir, die das bestimmt nicht als Taktik ausgegeben hatte). Allerdings waren die Gastgeber meist am Strafraum mit ihrem Latein am Ende und ihre Torschüsse landeten regelmäßig weit daneben oder drüber. Torwart Christian Tietz musste eigentlich nur zwei-oder dreimal wirklich eingreifen. So stand es lange Zeit 0:1, und ich hatte irgendwie das Spiel in Glauchau vor einem halben Jahr im Hinterkopf. Dort kassierte der VfL in der Nachspielzeit den Ausgleich - gestern gelang es kurz vor Ultimo, den Sack zuzumachen.
Fazit: drei Punkte eingefahren, kein Gegentor, eine ansprechende erste Halbzeit. Dazu kommen die Eindrücke des Spiels gegen HE und ich blicke eigentlich optimistisch in die weitere Saison! Dabei kannst du dieses Jahr wohl weder eine Punkte- noch eine Platzierungsvorgabe machen, die Liga erscheint extrem ausgeglichen und in jedem Spiel scheint alles möglich zu sein. Auf die Tabelle nach gerade mal 14 Spielen kannst du schon gar nichts geben, auch wenn sich die Seite 251 im mdr-Text aktuell ganz gut liest. Hauptsache, Copitz erlebt im nächsten Heimspiel keine Bruchlandung a la Dynamo...

Ich teste heute noch die Landesklassentauglichkeit des SC Borea und muss also langsam losmachen, um pünktlich mit dem ÖPNV den Jägerpark zu erreichen!
"Der natürliche Grundzustand des Fußballfans ist bittere Enttäuschung - egal, wie es steht!"
Nick Hornby

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